Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/1441/


Straßenraum und Verkehrsverträglichkeit Praxisnahes Verfahren zur Beurteilung von Verkehrsverlagerungen durch Verkehrsberuhigung

Skoupil, Georg ; Boehn, Volker ; Müller, Peter ; Topp, Hartmut H.


Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Belastung , Bewertung , Gestaltung , Innenstadt , Sicherheit , Stadt , Straße , Verfahren , Verkehrsteilnehmer , Vorher Nachher Untersuchung
Freie Schlagwörter (Englisch): Before and after study , Evaluation (assessment) , Highway , Layout , Load , Method , Road user , Safety , Town centre , Urban area
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 72 Verkehrs- und Transportplanung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Sonstige beteiligte Institution: Planungsbüro Retzko + Topp (Darmstadt)
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschungsberichte der Bundesanstalt für Straßenwesen
Bandnummer: 237
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1991
Publikationsdatum: 11.08.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Zur Bewertung von Straßenraumsituationen soll im Rahmen dieser Forschungsarbeit ein Verfahren für die Praxis entwickelt werden. Von zwei Grundannahmen wird ausgegangen: 1. Eine Straßenraumsituation wird subjektiv als Einheit erlebt. Das bedeutet konkret, dass bei gleichen Verkehrsbelastungen in einer Straße die davon ausgehenden Umweltbelastungen von den Betroffenen je nach Straßenraumsituation unterschiedlich beurteilt werden. Daher lassen sich objektiv messbare Belastungen durch kompensatorische Maßnahmen im Straßenraum subjektiv verringern. 2. Als Maßstab zur Beurteilung gelten die Ansprüche der schwächeren Verkehrsteilnehmer beziehungsweise Straßennutzer; das sind Kinder, ältere Menschen, Behinderte - aber auch alle anderen, wenn sie mit Gepäck, Kinderwagen ... unterwegs sind. Zur Bewertung von Straßenraumsituationen werden Belastungs- und Entlastungsfaktoren herangezogen/abgeleitet/enwickelt. Die Belastungsfaktoren beziehen sich auf Menge und Geschwindigkeitsniveau des Kfz-Verkehrs. Es sind hier Lärm, Gefährdung und Trennwirkung. Die Entlastungsfaktoren beziehen sich auf räumlich-städtebauliche Gegebenheiten von Straßenräumen. Es sind hier Bewegungsraum (für Fußgänger), Straßenraumqualität und Abschirmung.Das Kriterium Abschirmung erfasst die Aspekte "Sicherheitsgefühl" und "Annehmlichkeit" auf Gehwegen. Für den Bewertungsvorgang sind Kriterienblätter entwickelt, die im Sinne einer Checkliste abgearbeitet werden. Der Bewertungsvorgang bezieht sich auf Straßenraumsituationen. Als Bewertungsergebnis wird der Straßenraumverträglichkeitswert gebildet aus der Differenz zwischen der Summe der Belastungspunkte und Entlastungspunkte. Der Straßenraumverträglichkeitswert ermöglicht die Einordnung, ob eine Situation als unverträglich, eingeschränkt verträglich oder verträglich mit Wohnnutzung gelten kann. Mit Hilfe dieses Bewertungsverfahrens können so bestehende Straßenraumsituationen beurteilt, untereinander verglichen und Dringlichkeitsreihungen aufgestellt werden. Die Auswirkungen von Umbaumaßnahmen können durch Bewertung der Nachher-Situation schon im Planungsstadium einfach überprüft werden. In einem Anhang wird das Bewertungsverfahren an Hand von ausgeführten Beispielen für Vorher und Nachher getestet.
Kurzfassung auf Englisch: This study was undertaken with the objective of developing a practical rating method for road space situations. This was based on the following two assumptions: - Road space situations are subjectively experienced as an integrated whole. In concrete terms, this is to say that the environmental impacts of roads subjected to the same traffic loads are differently perceived by the people affected, depending on the road space situation in question. As a result, objectively measured loads can be subjectively reduced by compensatory measures in the road space. - The evaluation standard to be applied is derived from the requirements of vulnerable road users, such as children the elderly, handicapped, and others carrying along luggage, pushing prams, etc., on their way. For the rating of road space situations, stress and relief factors are used/derived/developed. The stress factors relate to the volume and Speed level of car traffic, i.e. noise, hazards, separation effects. The relief factors relate to the local characteristics of town planning and road space design, i.e. available pedestrian space, road space quality and screening. The screening criterion covers aspects such as the "feeling of safety" and "comfort" on pavements. For the rating procedure, forms were developed derived from these criteria which are used as checklists. The result of the rating procedure applied to road space situations is a road space compatibility value based on the difference between the sums of the stress and the relief points. Based on the road space compatibility value it is then possible to classify situations as incompatible, conditionally compatible or compatible with residential use. By means of this rating procedure, existing road space situations can be evaluated, compared, and priorities established. The effects of alteration or reconstruction measures can be checked beforehand--during the planning stage--by evaluating the after situation. The rating procedure is checked with respect to the before and after situation by means of alteration examples already undertaken (in the Annex).