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Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/1395/


Vergleich der Verkehrssicherheit von Städten

Comparison of traffic safety in urban areas

Becker, Udo ; Cerwenka, Peter ; Matthes, Ulrike ; Riedel, Wolfgang


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Sicherheit , Stadt , Statistik , Unfallverhütung , Verkehr
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident prevention , Safety , Statistics , Traffic , Urban area
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 73 Verkehrsregelung
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Sonstige beteiligte Institution: Prognos AG (Basel)
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschungsberichte der Bundesanstalt für Straßenwesen
Bandnummer: 250
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1992
Publikationsdatum: 17.08.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Bereits in dem 1. Teil der Untersuchung, der Makroanalyse, in welche alle 92 kreisfreien Städte der Bundesrepublik Deutschland (West) einbezogen wurden, hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, Schwerverunglücktenbelastungen und Leichtverletztenbelastungen grundsätzlich getrennt zu untersuchen. Die Städte weisen zum Teil völlig entgegengesetzte Entwicklungen bei beiden Größen auf, und es sind unterschiedliche Einflussgrößen dafür verantwortlich. Der Kfz-Motorisierungsgrad und die Bevölkerungsdichte der jeweiligen kreisfreien Stadt haben in der Makroanalyse zunächst den größten Einfluss auf die Schwerverunglücktenbelastungen. Je höher der Motorisierungsgrad und je dünner der Raum besiedelt ist (je mehr Platz zur "Verkehrsentfaltung" zur Verfügung steht), um so höher ist die Schwerverunglücktenbelastung. Je mehr Haushalte pro Einwohner gezählt werden können, je kleiner also der durchschnittliche Haushalt ist, desto höher liegen die Leichtverletztenbelastungen. Dahinter steckt die Risikogruppe Schüler und Studierende. Die Mikroanalyse, der 2. Teil der Untersuchung, in welcher zehn kreisfreie Städte vertieft analysiert wurden, hat ergeben, dass nur zwei Gruppen von Determinanten einen statistisch gesicherten, zum Teil sogar starken Einfluss auf die Schwerverunglücktenbelastungen haben: Je höher das Radverkehrsaufkommen und je niedriger der Anteil vierarmiger Knoten und die Anzahl Lichtsignalanlagen ist, desto höher ist die Schwerverunglücktenbelastung. Dass zwischen Radverkehrsaufkommen und Schwerverunglücktenbelastung jedoch kein so linearer Zusammenhang vorausgesetzt werden kann, wird im Rahmen eines Exkurses "Radverkehr und Verkehrssicherheit" mit Hilfe einer Modellvorstellung differenziert erläutert. Die Schwerverunglücktenbelastungen bei Kindern werden dagegen vor allem durch möglichst viele Lichtsignalanlagen an Fußgängerüberwegen sowie durch ein möglichst langes, getrennt geführtes Radwegenetz gesenkt. Auf die Leichtverletztenbelastungen haben nur zwei Variablen signifikanten Einfluss: Je höher die Zahl der bewirtschafteten Stellplätze außerhalb des öffentlichen Straßenraumes und je höher die Zahl der Einpendler ist, desto höher ist die Leichtverletztenbelastung. Auf statistisch besonders auffällige Resultate wird in Form von Exkursen detailliert eingegangen.
Kurzfassung auf Englisch: The first part of the study dealing with a macroanalysis of all 92 county boroughs of Germany (West) already pointed to the essential importance of separately studying total numbers of major injuries and minor injuries. The development of both figures partially take a completely different (or contrary) course for which different influencing factors are responsible. In the macroanalysis, the degree of motorization and the population density of each county borough were found to have the largest effect on the overall number of major injuries. The higher the degree of motorization and the lower the population density (i.e., the more room there is.for traffic to freely develop), the higher the load of major injuries will be. The greater the number of households in the population, i.e. the smaller the average household, the higher the load of minor injuries will be. The high-risk group of pupils and students account for this result. The microanalysis making up the second part of the study, concentrates on an indepth analysis of ten county boroughs. The result of this study indicates only two groups of determinants as having a statistically proven and, partially, an even great effect on the total number of major injuries: the higher the volume of bicycle traffic and the lower the proportion of 4-leg intersections and number of traffic signals, the higher the overall load of major injuries will be. A linear relationship of this nature can however not be assumed between the volume of cycling traffic and the load of major injuries. By means of a model concept, this has been explained in great detail in a special subchapter "Bicycle Traffic and Traffic Safety". As against that, the loads of major injuries on children are reduced above all by the greatest possible number of traffic signals at pedestrian crossings and by a separate network of bicycle lanes of the greatest possible length. Two variables only turned out to significantly influence the loads of minor injuries: the larger the number of pay parking areas outside the public road network and the larger the number of in-commuters, the higher the total number of minor injuries will be. Special subchapters deal in great depth with the statistical results which are found to be particularly noteworthy.