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Buch (Monographie) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2015/1385/


Fahrer- und Fahrzeugeigenschaften und Unfallgeschehen

Arand, Wolfgang ; Dörschlag, Siegfried ; Schlichting, Klaus-Dieter


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Alter , Eigenschaft , Fahrer , Fahrleistung , Fahrtauglichkeit , Fahrzeug , Unfall , Zahl
Freie Schlagwörter (Englisch): Accident , Age , Driver , Driving aptitude , Number , Properties , Vehicle , Vehicle mile
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 80 Unfallforschung
Collection 3: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Soziale Probleme, Sozialarbeit
Sonstige beteiligte Institution: Institut für Straßenwesen (Braunschweig)
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Forschungsberichte der Bundesanstalt für Straßenwesen
Bandnummer: 259
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1992
Publikationsdatum: 23.07.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel des Forschungsvorhabens war es, durch gezielte Auswertung des Unfallgeschehens den Einfluss von Fahrerverhaltensweisen beziehungsweise -merkmalen und technischen Fahrzeugparametern auf die Unfallhäufigkeit und die Unfallart zu ermitteln. Zunächst wurde eine Auswertung der Literatur und die Beschaffung und Aufbereitung des Datenmaterials vorgenommen. Die Grundlage der Auswertungen bildeten die Unfälle mit Pkw-Beteiligung im Bundesland Nordrhein-Westfalen aus dem Jahre 1980. Die Datensätze waren vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg um fahrzeugtechnische Angaben erweitert worden. Zur Relativierung der Unfallzahlen wurden fahrzeugtypenspezifische jährliche Fahrleistungen und Bestände berechnet. Weiterhin wurde das Geschwindigkeitsverhalten im freien Verkehr in Abhängigkeit vom Fahreralter sowie vom Fahrzeugtyp ermittelt. Um die Wechselwirkungen von Fahrer- und Fahrzeugeigenschaften im Unfallgeschehen unabhängig voneinander betrachten zu können, war es notwendig, einen "Normalfahrer" zu definieren. Der "Normalfahrer" wurde anhand von Analysen ausgewählter Unfallsituationen mit dem Ziel beschrieben, mit diesen Fahrern Fahrversuche mit Pkw durchführen zu können, deren Ergebnisse weder durch besonders gute noch durch besonders schlechte, sondern vielmehr durch eine durchschnittliche Eignung des Fahrers zum Führen eines Kraftfahrzeuges geprägt sein sollen. Anhand dieser Fahrversuche sollen Grenzen von Kennwerten, die Fahrzeugeigenschaften und das Fahrverhalten beschreiben, abgeleitet werden, die sich als dem "Normalfahrer" angepasst erweisen. Aufgrund der aufgezeigten Zusammenhänge zwischen dem Fahreralter und der ursächlichen Beteiligung an bestimmten Unfalltypen ist es nunmehr möglich, durchschnittlich gute Fahrer als Probanden auszuwählen, die je nach Art des Versuches entweder zur Gruppe der jüngeren und älteren Fahrer gehören. Nach vorheriger Festlegung eines Anteilswertes von Fahrern, die als "normal" anzusehen sind, können bei gleichzeitiger Berücksichtigung der für jüngere und ältere Fahrer typischen Versagensarten die Altersintervalle bestimmt werden, aus denen die "Normalfahrer" für die Fahrversuche auszuwählen sind.
Kurzfassung auf Englisch: The research project "Driver and Vehicle Characteristics and Accidents (FP 8015)" was undertaken with the objective of determining the effect of driver behaviour modes and characteristics and technical vehicle parameters on the frequency and types of accidents by a targeted accident evaluation. The project began with an evaluation of the relevant literature and the acquisition and processing of the required data material. The evaluation was based on car accidents in the State of North-Rhine Westphalia that had occurred in 1980. The Federal Agency of Motor Vehicles in Flensburg supplied the vehicle data for supplementing the data records. The accident figures were relativized by calculating the annual travel of specific car types and their total number. Furthermore, the speed behaviour in free flow conditions was determined as a function of driver age and type of vehicle. In order to investigate the interaction between driver and vehicle characteristics as separate entities a "normal driver" had to be defined. Based on an analysis of selected accident situations, the "normal driver" was defined with the objective of enabling driving tests to be carried out whose results should not be affected by particularly good or poor driver ability but rather by an average ability of operating a motor vehicle. By means of such driving tests, the limit values of the parameters describing vehicle characteristics and driver behaviour, which proved to adequately fit the "normal driver", were to be derived. Based on the relationship between driver age and the cause of involvement in certain types of accidents it was possible to select drivers of average ability as subjects who, depending on the type of test, belonged to the group of young or elderly drivers. Having fixed the percentage of drivers considered as "normal" prior to testing, the age groups from which "normal drivers" were to be selected as test subjects could be determined based on a consideration of the typical failures both of young and elderly drivers. In respect of the vehicle characteristics it was only possible to carry out a vehicle type-related assessment of various types of accidents and accident situations. The evaluation of the effects of technical vehicle parameters is still to be carried out.