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Report (Bericht) zugänglich unter
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Umsetzung der Europäischen Umgebungslärmrichtlinie in Deutsches Recht

Conversion of the EU Environmental Noise Directive into German law

Bartolomaeus, Wolfram

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Berechnung , Bewertung , Deutschland , Diffusion , EU , Gesetzgebung , Immission , Lärm , Lärmschutzwand , Prognose , Provisorisch , Richtlinien , Schallpegel , Straßenverkehr , Veränderung , Verfahren
Freie Schlagwörter (Englisch): Noise , Road traffic , Sound level , EU , Legislation , Germany , Specifications , Modification , Calculation , Temporary , Evaluation (assessment) , Method , Pollution concentration , Noise barrier , Diffusion , Forecast
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 15 Umwelt
Institut: Abteilung Straßenverkehrstechnik
DDC-Sachgruppe: Recht
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 155
ISBN: 978-3-86509-663-0
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 03.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Im Grünbuch der Europäischen Kommission über künftige Lärmschutzpolitik aus dem Jahre 1996 sind die Grundzüge für eine Minderung von durch Verkehr, Industrie und Freizeitaktivitäten verursachten Lärm enthalten. Es diente der Aufstellung eines Aktionsprogramms zur Lärmbekämpfung mit Zielwerten für die Lärmexposition, die bis zum Jahr 2000 erreicht werden sollten. Es gibt einen allgemeinen Überblick über die Lärmbelastung sowie die bisher von der Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten getroffenen Maßnahmen. Es wird ein Aktionsrahmen festgelegt, der zu einer besseren Verfügbarkeit und Vergleichbarkeit von Daten führen soll und die Möglichkeiten zur Minderung des von unterschiedlichen Quellen hervorgerufenen Lärms einschließt. In der "Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm" wird die Erstellung von Lärmkarten und Aktionsplänen in ganz Europa einheitlich geregelt. Die nationalen Lärmprognoseverfahren müssen den sogenannten Interimsverfahren äquivalent sein. Dies erforderte eine Anpassungen der "Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen (RLS-90)" an die Umgebungslärmrichtlinie, die in der "Vorläufigen Berechnungsmethode für den Umgebungslärm an Straßen (VBUS)" erfolgte. In einer gemeinsame Arbeitsgruppe "Umgebungslärm" von BMU und BMVBW unter Beteiligung des UBA, der BASt, des EBA und des DLR wurde die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie in nationales Recht vorbereitet. Nach dem Gesetz "zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm", das im Wesentlichen aus einer Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes besteht (neuer § 47), sind die Gemeinden oder die nach Landesrecht zuständigen Behörden verantwortlich für die Durchführung von Kartierung und Aktionsplanung – und damit auch für die dabei entstehenden Kosten. Nach der 34. Verordnung "zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetztes", der sogenannten Kartierungsverordnung, sind für die Bereitstellung der Daten zur Ermittlung des durch Straßenverkehr hervorgerufenen Umgebungslärm die jeweiligen Träger der Straßenbaulast verantwortlich. Von Seiten der BASt wurde wiederholt auf die unzureichende Datenbasis für den Straßenbereich (Belagsarten, Positionen und Höhen von Lärmschutzwänden) hingewiesen. Weder in der Straßendatenbank BISStra noch in den Datenbanken der Länder sind diese Informationen umfassend vorhanden. Die Programmierung von RLS-90, VBUS und dem Interimsverfahren NMPB wurde anhand einiger "Testaufgaben für die Überprüfung von Rechenprogrammen nach den Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen (TEST-94)" überprüft.
Kurzfassung auf Englisch: The foundations for a reduction in noise caused by traffic, industry and leisure activities were laid in the 1996 EU Green Paper on future noise protection policies. It served the purpose of setting up an action plan for combating noise with target values for noise emission to be achieved by the year 2000. There is a general overview over noise pollution as well as the measures taken by the EU and its member countries till now. A framework for action has been laid down, which will lead to better availability and comparability of data as well as the possibilities of reducing noise being emitted from various sources. The compilation of noise maps and action plans is regulated uniformly for the whole of Europe in the "Directive on Evaluation and Combating of Noise Pollution." The national procedures for predicting noise must be equivalent to the so called interim procedures. This required an adaptation of the "Directives for Noise Protection on Roads (RLS-90)" to the environmental noise directive, which took place in the "Temporary Computing Method of Noise Pollution on Roads (VBUS)." The conversion of the environmental noise directive into national law was prepared in a common working group "Noise Pollution” by the BMU and the BMVBW with the participation of UBA, BASt, EBA and DLR. According to the law "on the conversion of the EU directive on the evaluation and combating of noise pollution", which mainly consists of a modification to the Federal Immission Protection Act (new § 47), the municipalities or authorities responsible according to the law of the state are responsible for conducting the mapping and action plan-ning and thus for the ensuing costs as well. Based on the 34th ordinance "on the execution of the Federal Immission Act," the so called mapping ordinance, the respective road construction authorities are responsible for preparing data for determining noise pollution caused by road traffic. BASt repeatedly pointed out the insufficient database on the area of roads (types of surface, position and height of noise protection walls). This information has neither been covered extensively in the road database BISStra, nor in the databases of the individual states. The programming of RLS-90, VBUS and the interim procedure NMPB were checked based on some "Test procedures for the checking of computer programs according to the directives for noise protection on roads (TEST-94)."