Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Report (Bericht) zugänglich unter
URL: http://bast.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2011/135/


Prüfung von Fahrzeugrückhaltesystemen an Straßen durch Anprallversuche gemäß DIN EN 1317

Testing of vehicle restraint systems on roads using collision tests according to DIN EN 1317

Klöckner, Ralf ; Fleisch, Jürgen ; Balzer-Hebborn, Martina

Weitere Beteiligte (Hrsg. etc.): Ellmers, Uwe; Friedrich, Heinz; Kübler, Janine; Lukas, Günther

pdf-Format:
Dokument 1.pdf (3.488 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Anfahrversuch , Bewertung , Deutschland , Fahrzeugrückhaltesystem , Forschungsbericht , Norm (tech) , Schutzeinrichtung , Straße
Freie Schlagwörter (Englisch): Evaluation (assessment) , Germany , Highway , Impact test , Research report , Safety fence , Specification (standard) , Vehicle restraint system
Collection 1: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 53 Brückenbau
Collection 2: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 85 Sicherh.-Einrichtg. in der Verkehrsinfrastruktur
Institut: Abteilung Straßenverkehrstechnik
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften
Dokumentart: Report (Bericht)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe V: Verkehrstechnik
Bandnummer: 157
ISBN: 978-3-86509-696-8
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 03.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Neue Europäische Normen beurteilen Fahrzeugrückhaltesysteme an Straßen (passive Schutzeinrichtungen) entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ordnen ihnen auf der Grundlage von Anprallversuchen mit realen Fahrzeugen Leistungsklassen zu. Die bevorstehende verbindliche Einführung dieser Normen macht es erforderlich, die in Deutschland gebräuchlichen Konstruktionen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Die Zielstellung dieses Forschungsprojektes ist dreigeteilt: Es greift offene Fragestellungen aus einem Vorgängerprojekt (Berichte der BASt, Heft V 106) auf, prüft die Einsatzfähigkeit motorradfahrerfreundlicherer Schutzeinrichtungen und untersucht erstmals die Leistungsfähigkeit gebräuchlicher Anfangs- und Endkonstruktionen. Zwei Resultate des Vorgängerprojektes erzeugten erhöhten Handlungsbedarf. In beiden Fällen sind Konstruktionen für den Einsatz im Mittelstreifen betroffen. Bei der DDSP 4,0 in Rohrhülsen für den Einsatz bei Mittelstreifenüberfahrten zeigte sich eine Gefährdung Dritter durch sich unkontrolliert lösende Pfostenteile. Die DDSP 2,0, für den Einsatz im ebenen Mittelstreifen, zeigte nicht die erforderliche Rückhaltewirkung. Beide Schutzeinrichtungen werden modifiziert, um die bisherigen Schwächen zu eliminieren. Bei der DDSP 4,0 werden die zweiteiligen Pfosten durch einteilige ersetzt, im Falle der DDSP 2,0 werden zwei zusätzliche Distanzstücke je Schutzplankenholm eingesetzt (DDSP 2,0 ++). Die Wirkung der Modifikationen werden mit Anprallprüfungen untersucht. Im Bereich der Schutzeinrichtungen mit erhöhtem Schutzpotential für Motorradfahrer werden zwei neuartige Konstruktionen mittels Anprallversuche getestet, das "Kastenprofil mit Unterfahrschutz" sowie die "ESP mit Unterfahrschutz". Mit der Regelabsenkung sowie der Kurzabsenkung werden die beiden in Deutschland mit Abstand gängigsten Konstruktionstypen bei den Anfangs- und Endkonstruktionen mit realen Anprallversuchen geprüft. Während der Anprallversuch an die DDSP 4,0 zeigt, dass der gewählte Lösungsansatz nicht trägt, zeigt die Modifikation der DDSP 2,0 den gewünschten Erfolg: Es gelingt der Nachweis, schwere Fahrzeuge aufhalten zu können, bei gleichzeitig geringer Verletzungsgefährdung für Pkw-Insassen. Beide Konstruktionen mit erhöhtem Schutzpotential für Motorradfahrer genügen den Anforderungen mit Einschränkungen. Hier besteht noch Forschungsbedarf. Es zeigt sich, dass die Regelabsenkung den Anforderungen der Norm im erforderlichen Umfang genügt, während die Kurzabsenkung die Anforderungen nicht erfüllt. Die erzielten Ergebnisse werden in die laufende Überarbeitung der Prüfnorm einfließen. Der Originalbericht enthält als Anhang eine detaillierte Darstellung der Einzelversuche. Auf die Wiedergabe dieses Anhanges wurde in der vorliegenden Veröffentlichung verzichtet. Er liegt bei der Bundesanstalt für Straßenwesen vor und ist dort einsehbar. Verweise auf den Anhang im Berichtstext wurden zur Information des Lesers beibehalten.rn
Kurzfassung auf Englisch: New European standards assess vehicle restraint systems on roads (passive protective devices) according to their efficiency and allocate performance classes to them on the basis of collision tests with real vehicles. The upcoming binding introduction of these standards makes it necessary to examine the structures used in Germany with respect to their efficiency. There are three objectives to this research project: It takes up open issues from a previous project (BASt reports, File V 106), tests the ability for use of protective devices suitable for motorcyclists and examines the efficiency of initial and end structures that could be useful. Two results from the previous project resulted in an increase in handling. In both cases structures for use in the middle lane are affected. In the case of DDSP 4.0 in tube sleeves for use in the case of middle lane crossings there was a risk to third parties through pole parts that loosened in an uncontrollable manner. The DDSP 2.0, for use in the even middle lane did not indicate the required restraining effect. Both protective devices are modified to eliminate the weaknesses found until now. In the case of DDSP 4.0, the two part poles are replaced by single part ones, in the case of DDSP 2.0, two additional distance pieces per protective plank are used (DDSP 2.0 ++). The effect of the modifications is examined using collision tests. Two new types of structures are being tested in the area of the protective devices with increased potential for protection of motorcyclists using collision tests, the "Box profile with protection at the bottom" as well as "ESP with protection at the bottom". The most common structural types in Germany in start and end structures are tested with the regular decrease as well as the short decrease using real collision tests. Whereas the collision test to the DDSP 4.0 shows that the selected solution does not carry, the modification to the DDSP 2.0 shows the desired result: It has succeeded in proving that heavy vehicle can be stopped with less risk of injury to car passengers at the same time. Both structures with an increase in protective potential for motorcyclists do justice to the structures with increased protective potential for motorcyclists but with limitations. More research is required here. We can see that the regular decrease does justice to the requirements of the standard at the required extent, whereas the short decrease does not fulfil the requirements. The results achieved will be introduced into the ongoing revision of the test standard. The original report includes a detailed representation of the individual tests as an appendix. Reproducing this appendix was rejected in the present publication. It is available at the Federal Highway Research Institute and can be viewed there. References to the appendix in the report have been maintained for the information of the reader.