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Buch (Monographie) zugänglich unter
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Psychologische Aspekte des Einsatzes von Lang-Lkw

Psychological aspects of the use of long trucks

Glaser, Margrit O. ; Glaser, Wilhelm R. ; Schmid, Dorothee ; Waschulewski, Horst

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Deutschland , Einstellung (psychol) , Fahrer , Fahrzeugführung , Forschungsbericht , Gelenkfahrzeug , Interview , Psychologische Gesichtspunkte , Stress , Versuch
Freie Schlagwörter (Englisch): Articulated vehicle , Attitude (psychol) , Driver , Driving (veh) , Germany , Interview , Psychological aspects , Research report , Stress (psychol) , Test
Collection: BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 91 Fahrzeugkonstruktion
Institut: Sonstige
DDC-Sachgruppe: Handel, Kommunikation, Verkehr
Sonstige beteiligte Institution: Universität Tübingen. Fachbereich Psychologie
Dokumentart: Buch (Monographie)
Schriftenreihe: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe M: Mensch und Sicherheit
Bandnummer: 252
ISBN: 978-3-95606-130-1
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 01.04.2015
Bemerkung: Weitere beteiligte Einrichtung: MTO Psychologische forschung und Beratung GmbH
Kurzfassung auf Deutsch: Die Studie befasst sich mit den psychologischen Aspekten des Betriebs derjenigen Lang-Lkws, die für den Feldversuch der Bundesregierung bis Januar 2013 angemeldet waren (19 Unternehmen mit 33 Fahrzeugen und etwa 60 Fahrern). Die Untersuchung sollte sich möglichst reibungslos in den regulären Geschäftsbetrieb der beteiligten Speditionen einfügen. Insgesamt wurden 38 Fahrer interviewt und 35 von Ihnen auf einer anschließenden Fahrt begleitet. Interview und begleitete Fahrt dauerten jeweils durchschnittlich eine Stunde. Die Untersuchung fand zwischen dem 15. Dezember 2012 und dem 07. Januar 2013 statt. Die meisten Interviewfragen baten die Fahrer, das Fahren mit dem Lang-Lkw mit dem eines Normal-Lkws zu vergleichen. Bei vielen Verkehrssituationen wurde eine leichte Erschwerung mit dem Durchschnitt von 3,1 auf der Skala von 1,0 (Deutlich besser) bis 5,0 (Deutlich schlechter) mit dem Mittelpunkt 3,0 angegeben. Diese marginale Erschwernis wurde selten als Problem, sondern meist nur als gewöhnungsbedürftige Neuerung angesehen. Deutliche Verbesserungen ergaben sich – überraschenderweise – bei Kreisverkehr und Kurvenfahren, Erschwernisse beim Fahren innerorts und bei Betriebsaufgaben, die nicht zum Fahren im engeren Sinn gehören, wie Be- und Entladen, Aufsuchen von Pannenbuchten sowie Parken/Übernachten auf dem Rastplatz. Probleme wurden gesehen, wenn Pkws den Lang-Lkw auf den verengten Fahrstreifen oder Verschwenkungen an Autobahnarbeitsstellen überholen. Das oft bemühte Thema Stress am Arbeitsplatz Lang-Lkw wurde an mehreren Stellen im Interview und bei der Fahrbeobachtung angesprochen. Es fanden sich keinerlei Hinweise auf einen hohen oder gegenüber dem Fahren eines Normal-Lkw erhöhten Stress. Bei der Fahrbeobachtung erwies sich die Fahrsicherheit der Lang-Lkw-Fahrer als hoch. Fahrfehler oder Regelverstöße waren leicht und selten. Ein methodisch gesicherter Vergleich mit den entsprechenden Häufigkeiten beim Normal-Lkw war allerdings nicht möglich, wenn auch Hinweise auf eine Erhöhung fehlten. Die Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer, vor allem von Lkw- und Pkw-Fahrern, wurden von den Lang-Lkw-Fahrern überwiegend als freundlich und positiv berichtet. Alle Fahrer wünschten sich die dauerhafte Zulassung des Lang-Lkw. Wegen des hohen technischen Standes der Fahrwerke, der Bremsen und der Fahrerassistenzsysteme und des hohen Sicherheitsstandards der Fahrer ist aus psychologischer Sicht keine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durch die Teilnahme von Lang-Lkws erkennbar.
Kurzfassung auf Englisch: The study deals with the psychological aspects of the operation of those long trucks that were logged on for the field test of the Federal Government until January 2013 (19 companies with 33 trucks and about 60 drivers). The investigation should blend as smoothly as possible in the regular course of business of the participating carriers. Thirty-eight drivers were interviewed and 35 were monitored on a subsequent drive. Interview and accompanied ride lasted one hour each on average. The study took place from December, 15. 2012 to May, 07. 2013. The evaluation of 22 traffic situations regarding the question: "what is better, what is worse than before" (with the long truck compared to the conventional truck) showed a slight deterioration on the average of 3.1 on a scale from 1 (much better) to 5 (much worse) with 3 indicating no difference. This decline is only marginal, the adverse effects are very small and presumably not very serious. Somewhat stronger decline could be observed for urban driving, loading and unloading, prospecting of lay-bys and above all – quite massively – parking/overnight resting at a parking area. The latter is a currently known issue, to a reduced degree also for normal trucks. Many free responses confirmed that. Driving bends and roundabouts yielded even better ratings, which surprised – according to some free answers – even the drivers. The often made concern about stress in the long truck as workplace has been addressed in several positions in the interview and in the driving observation. There were no indications of a high or increased stress compared to normal truck driving. In monitored driving, the safety of the long truck drivers proved high. Driving errors or rule violations were light and rare. A methodologically secure comparison with the corresponding frequencies in the normal truck was not possible; however, hints on an increase were missing. The reactions of other road users, especially by truck and car drivers, were mainly reported by the long truck drivers as friendly and positive. All drivers wanted permanent approval of the long truck. Because of the high technical level of the chassis, the brakes, and the driver assistance systems and the high safety standards of the drivers, no adverse effect on road safety through the participation of long trucks is recognizable from a psychological